Hypnose: Der sanfte Weg
ins Unterbewusstsein
Claudia Krebs | Heilpraktikerin

Hypnose ist ein körperlich entspannter Zustand. Während sind der Körper häufig angenehm schwer anfühlt, werden Herzschlag und Atmung langsamer und ruhiger. Die Konzentration nach innen nimmt zu, Dinge im außen werden wahrgenommen, werden aber unwichtig. Die eigene innere Welt öffnet sich.
Nein, der freie Wille des Klienten bleibt während einer Hypnosesitzung immer erhalten. Die erfahrene Hypnotherapeutin macht während einer Sitzung die passenden therapeutischen Angebote, die der zu Hypnotisierende annehmen kann oder nicht. Das Unterbewusste entscheidet intuitiv, wie von selbst. Es kann also niemand gezwungen werden, etwas gegen eigenen Willen, Werte, Ethik oder Moral zu tun, zu fühlen, zu sagen oder anders wahrzunehmen. Eine Manipulation ist ausgeschlossen.
Hypnose ist ein Zustand teilweise sehr tiefer Entspannung sowohl geistig als auch körperlich. Die Aufmerksamkeit ist fokussiert. Manche sinken sehr tief in eine hypnotische Trance, andere fühlen sich wacher oder klarer. "Weggetreten" ist man nicht, sondern man bekommt alles mit.
Im Prinzip ist es möglich, jede Person zu hypnotisieren. Allerdings gibt es individuelle Unterschiede. Experten schätzen, dass sich rund 15 Prozent aller Menschen leicht hypnotisieren lassen. Eine gute Vorstellungskraft ist ein Hinweis für leichte Hypnotisierbarkeit. Andererseits gibt es ebenfalls ca. 15 Prozent von Patienten, die sich nur schwer hypnotisieren lassen. Eine skeptische Einstellung oder ein starkes Bedürfnis nach Kontrolle machen es schwerer, die gewünschte hypnotische Trance zu erzeugen.
Die hypnotische Trance ist nicht geeignet für Epileptiker, die nicht medikamentös eingestellt sind. Bei starken Psychosen oder Persönlichkeitsstörungen eignet sich Hypnose ebenfalls nicht. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Thrombosen und Schwangerschaft können weitere Kontraindikationen darstellen – hier ist eine Behandlung individuell mit Ihrer Therapeutin abzustimmen.
Wer unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen steht, sollte sich nicht hypnotisieren lassen. Störend wirken zum Teil auch die dauerhafte Einnahme von Psychopharmaka oder starken Schmerzmitteln. Manche Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADHS) haben Schwierigkeiten, sich während der Hypnosebehandlung zu fokussierten.
Bei einer Showhypnose erzeugt der Bühnenhypnotiseur eine tiefe Trance. Dafür wählt er Personen aus, die sich besonders leicht hypnotisieren lassen. In einem tiefen Stadium der Trance setzen Menschen unter Hypnose auch unlogische Suggestionen in die Tat um – beispielsweise gackern wie ein Huhn. In den meisten Fällen tritt gleichzeitig ein vorübergehender Gedächtnisverlust auf.