Spinnenphobie mit Hypnose behandeln

Angst vor Spinnen?
Angst vor Spinnen?

Leiden Sie unter Herzrasen und Atembeklemmungen, wenn Ihnen auf dem Weg ein Hund begegnet und wechseln Sie sofort die Straßenseite, obwohl es ein friedlich aussehender Hund ist, der obendrein noch an der Leine geführt wird? Oder beginnen Sie zu zittern und bekommen Schweißausbrüche, wenn Sie auf der Kellertreppe eine Spinne krabbeln sehen?

 

Dann leiden Sie möglicherweise unter einer Angst vor Hunden bzw. einer Spinnenangst. Angst und die damit verbundenen Symptome wie beschleunigter Herzschlag, Kloß im Hals, starkes Schwitzen, Übelkeit und Schwindel, Zittern und Anspannung sowie Magenbeschwerden sind natürliche Reaktionen des Körpers auf eine gefährliche Situation oder Bedrohung. Ist die Gefahr vorüber, verschwinden die Zeichen normalerweise schnell wieder.

 

Anders ist es beispielsweise bei einer ausgeprägten Angst vor Hunden (Canophobie oder Kynophobie) oder Spinnen (Arachnophobie). Zum einen stellen die Betroffenen häufig fest, dass die Symptome der Angst noch lange weiter bestehen, obwohl der Hund oder die Spinne nicht mehr zu sehen sind. Zum anderen sind die Angstsymptome für die Betroffenen oft deutlich intensiver zu spüren als Angstzustände im Zusammenhang mit einer wirklich gefährlichen Situation. 

Die Angstsymptome sind häufig unverhältnismäßig

Bei einer manifestierten Hunde- oder Spinnenphobie fällt die Unangemessenheit im Hinblick auf die tatsächliche Bedrohung auf. Davon ausgehend, dass wir in unseren Breitengraden keine natürlich vorkommenden, für den Menschen giftigen Spinnen kennen, erscheinen Angstreaktionen eher unverhältnismäßig.

Selbst Bilder oder Filme von Tieren können Ängste auslösen

Die Angststörung kann überdies so ausgeprägt sein, dass allein Bilder oder Filme von z.B. Hunden oder Spinnen zu Angstsymptomen führen. Auch hier ist die Angst unbegründet, wenn man bedenkt, dass von einem Foto oder Film für den Betrachter keine wirkliche Gefahr ausgehen kann. Meist ist sich der Betroffene darüber bewusst: Er weiß, die Angst ist eigentlich fehl am Platz. Dennoch ist sie tatsächlich vorhanden und vor allem für den Betroffenen nicht steuer- und regulierbar.

 

Angst vor Hunden oder Spinnen gehören zur Gruppe der spezifischen oder auch isolierten Phobien. Es gibt bestimmte Situationen, Gegenstände, Tätigkeiten oder gar Personen und Tiere, die die Angstsymptome auslösen können. Weil diese Art von Angst sich auf ein bestimmtes Objekt oder eine Situation bezieht, versuchen Betroffene in der Regel diesen auslösenden Reiz zu meiden. Bei bestimmten Reizen ist dies in der hiesigen Region auch problemlos und ohne weitere Einschränkungen im Alltag möglich: Hierzu zählt beispielsweise eine Angst vor Wildtieren und Raubkatzen. Anders wird dies selbstverständlich bei der bereits beschriebenen Angst vor Hunden oder Spinnen.

Was kann der Betroffene tun, wenn die Angst den Alltag einschränkt oder zu dominieren beginnt?

Sicher ist es dann an der Zeit, sich Hilfe zu holen und die Angst aufzuarbeiten. Die Hypnosetherapie zeigt sich gerade bei der Bewältigung von isolierten Phobien als besonders geeignet. Mit Hypnose ist es häufig möglich, sowohl die Ursachen für die Ängste zu identifizieren als auch die Angst selbst zu behandeln. Selbstverständlich ist nicht immer eine ursachenorientierte Hypnosetherapie notwendig. In manchen Fällen reicht beispielsweise auch eine Desensibilisierung, d.h. ein lösungsfokussierter Ansatz. Dabei werden die auf den angstauslösenden Reiz (in unserem Beispiel der Hund oder die Spinne) bezogenen, alten und negativen Gefühle durch neue, positive Gefühle überschrieben.